Recyclingfähigkeit von Thermoverpackungen
Recyclingfähigkeit beschreibt, in welchem Umfang eine Verpackung nach Gebrauch zu verwertbaren Sekundärrohstoffen aufbereitet werden kann. Dafür zählen nicht nur Materialeigenschaften, sondern auch die Eignung für Sammlung, Sortierung und tatsächliche Verwertungsverfahren. Technische Verwertbarkeit und erfolgtes Recycling sind daher unterschiedliche Aussagen.
Welche Bestandteile müssen wohin?
| Bestandteil | Zu trennen? | Lokaler Annahmeweg |
|---|---|---|
| Außenverpackung und Dämmung | Materialkombination, Beschichtungen, Klebstoffe und lösbare Verbindungen anhand der Produktangaben prüfen. | Für die tatsächliche Zusammensetzung und Sauberkeit beim zuständigen Entsorger beziehungsweise Rücknahmesystem klären. |
| Kühlelement: Hülle und Medium | Herstellerangaben zur Trennung und zu Restinhalten beachten; nicht pauschal öffnen oder entleeren. | Annahmebedingungen für die konkrete Hülle und Füllung getrennt prüfen. |
| Einlagen und weitere Komponenten | Fest verbundene Fremdstoffe und mögliche Verunreinigungen berücksichtigen. | Nur einen für diese Bestandteile verfügbaren Sammel- oder Rücknahmeweg angeben. |
Ein technisch möglicher industrieller Rücknahmeweg ist nicht automatisch am Entsorgungsort verfügbar.
Ist Recyclinganteil dasselbe?
Nein. Recyclinganteil beschreibt bereits eingesetztes Rezyklat, beispielsweise bei rEPS. Recyclingfähigkeit betrifft die mögliche Verwertung nach der Nutzung. Für verständliche Angaben sollten Hersteller die relevanten Bestandteile, erforderliche Trennung und geeignete Wege benennen. Papier, EPS oder eine Mehrwegauslegung allein belegen noch keine bessere Umweltbilanz der gesamten Sendung.
Verwandte Begriffe: Papier-Thermobox · Einwegverpackung