Reverse Logistics: Rückführung von Mehrweg-Thermoboxen
Reverse Logistics bezeichnet Waren- und Materialflüsse zurück aus der Nutzung. Bei Mehrweg-Thermoverpackungen umfasst sie die Rückführung gebrauchter Verpackungen und deren Wiederbereitstellung für weitere Sendungen. Der Rücklauf ist ein eigener Prozess mit Zuständigkeiten, Transporten und Bestandsbedarf.
Welche Schritte gehören dazu?
- Rückgabe organisieren: Abhol- oder Rücksendeweg, Zuordnung und erforderliche Transportverpackung festlegen.
- Verpackung und Komponenten prüfen, erforderlichenfalls reinigen und beschädigte Teile nach Vorgabe ersetzen.
- Geeignete Elemente erneut konditionieren und die vollständige Konfiguration für den nächsten Einsatz bereitstellen.
Welche Kennzahlen helfen bei der Planung?
- Rücklaufzeit: Zeit von der Rückgabe beziehungsweise Rücksendeauslösung bis zur erneuten freigegebenen Verfügbarkeit; Start- und Endpunkt müssen einheitlich definiert sein.
- Rückführquote: Anteil der zur Rückführung vorgesehenen Verpackungen, die innerhalb des festgelegten Zeitraums zurückkommen.
- Verlustquote: Anteil der nach der festgelegten Frist als verloren bewerteten Verpackungen an derselben definierten Grundgesamtheit.
Zusammen mit dem Aufbereitungsaufwand zeigen diese Größen, ob ausreichend freigegebene Verpackungen verfügbar sind. Ein langsamer Rücklauf erhöht beispielsweise den benötigten Umlaufbestand. Diese Größen beeinflussen die Gesamtkosten pro Sendung. Rückgeführte Verpackungen dürfen nicht automatisch wieder eingesetzt werden; die Freigabe richtet sich nach Zustand, Ausführung und vorgesehenem Einsatz.
Verwandte Begriffe: Mehrwegverpackung · Preconditioning / Vorkonditionierung